Vakiopaine, Jyväskylä, Finnland

So eine Band macht natürlich niemals Urlaub, ohne auch einen Auftritt einzuplanen. So kam es, dass wir unseren allerersten Zuckerklub Auftritt im Vakiopaine hatten, einen Ort, den wir allen Jyväskylä-Besuchern wärmstens empfehlen wollen. Es war eine besondere Erfahrung, unsere Lieder vor Menschen zu spielen, von denen die meisten die Texte gar nicht oder nur teilweise verstanden haben. Wir waren etwas unsicher, ob die Musik alleine auch bestehen kann. Aber zu unserer Freude hat das ganz gut geklappt und die Finnen haben fröhlich mitgewippt. Und jetzt müssen wir uns davon erholen, dass wir uns erholt haben. Das wird sicher eine Weile dauern.

Lieder für die streikenden Angestellten der Sozialdienste

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In München tobt der Streik für die Angestellten der Sozialdienste schon seit 6 Wochen und wir wurden angefragt,  morgen den Protest am Sendlinger Tor mit ein paar Liedern zu unterstützen. Dafür setzen wir uns gerne ins Auto und kacheln in den Süden. Die erhobene Faust immer aus dem Fenster gereckt. Für bessere Entlohnung der sozialen Berufen schlagen wir gerne in die Saiten. Wer in der Nähe ist, um 11:30 stehen wir auf der Bühne.

TAZ Kongress mit Rakete 2000 und Zuckerklub

Am Samstag hatten wir eine Menge Spaß beim taz.lab im Haus der Kulturen der Welt. Die Rakete ist ebenso abgehoben wie die Musik von Zuckerklub, das Publikum war in bester Stimmung, es war ein Fest. So kann es jetzt jeden Tag weitergehen. Danach gab es noch selbstgebrautes Freibier auf dem Dach der Auster und eine Geschenketüte von unserer liebsten Hauptstadtzeitung. Da soll ein Brownie drin sein, ich schau gleich mal nach.

Ansonsten basteln wir gerade am Pre-Release unserer neuen Platte, Lied wird noch nicht verraten. Mit im Zuckerklub-Boot sitzen diesmal Vredeber Albrecht und Lars Precht, die früher mal bei Blumfeld gespielt haben. Das ist mir als Blumfeld-Fan natürlich eine so große Ehre, dass ich erstmal Lockerungsübungen machen muss, bevor ich das Studio  betrete. Nebenbei denken wir mit dem Berliner Performance-Kunst-Duo Stoll & Wachall über das dazugehörige Video nach. Alles sehr, sehr aufregend.

An Weihnachten die Zuckerklub CD

Ja, es ist nicht leicht, in dieser Welt des Konsums und der Trivialität einen Schatz zu heben, den man pünktlich an Weihnachten der Liebsten oder dem Allerbesten unter den Baum legen kann. Wir haben da was für alle, die das Besondere schätzen. Unsere CD „Wie soll ich sein“ kriegt ihr nur bei unseren Konzerten oder direkt bei uns. Sie kostet 10 Euro, sendet uns eure Postanschrift an: chioschuh@aol.com und sie ist noch vor dem 24.12. bei euch.

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Letztens im Roten Salon

Anlässlich der Anthologie „Welche Mauer eigentlich?“ mit Texten von Thomas Brussig, Manfred Maurenbrecher und auch Marlen und Daniela Böhle und Falko Hennig und was weiß ich haben wir im Roten Salon ein bisschen die Wände wackeln lassen. Der Mischer-Mensch war diesmal ein echter Schatz, hat über beide Backen gestrahlt, dabei hatte er am Vortag die Smiths gemixt. Angesichts des Themas haben wir den Zuckerklub Song „Berlin“ noch mal aus der Mottenkiste geholt und ein bisschen abgestaubt. 25 Jahre ist die Wende jetzt her, krasses Ding. Bei mir hier im Kiez bauen sie jede Lücke zu, das ganze Ding mit dem offenen und freien Berlin und seinen ganzen Möglichkeiten ist vielleicht bald so eine Geschichte, die Oma erzählt. Keine Ahnung, warum man so gar nichts dagegen machen kann. Alle wollen wohl rein, wir wollten ja auch mal rein. Derzeit hören wir ein wenig „Die Heiterkeit“, aber nicht nur, weil das auch eine Frauenband ist. Die sind bei Staatsakt untergekommen, wahrscheinlich das einzige interessante Label auf dem Planeten Erde. Unser Gästebuch hier verwaist irgendwie, statische Seiten sind so Oldschool, eventuell müssen wir das Gästebuch löschen und einen Link zu Facebook dorthin setzen, wo mal ein Gästebuch war. Wer weiß?

Die ersten Termine im neuen Jahr

Wir freuen uns sehr, dass wir in diesem Jahr gleich mit einigen Auftritten außerhalb Berlins starten können. Dank dem umtriebigen Liedermacher Christoph Theussl, dem wir in der Reformbühne Heim und Welt begegnet sind, spielen wir im Februar zweimal im Münchner Vereinsheim. Davor aber erwartet uns ein Auftritt, auf den wir sehr gespannt sind. In Leipzig werden wir gemeinsam mit den zutiefst verfeindeten Autoren Benjamin Kindervatter und Johannes Krätschell auf der Bühne stehen, deren Leseduelle in der heimlichen Hauptstadt von Sachsen bereits eine Institution sind. Neben einigen Liedern werden Marlen und ich auch einige unserer besten Lesebühnengeschichten vortragen. Wer von uns tief getroffen von der Bühne getragen werden muss, wird sich zeigen. Das Buch von Benjamin kommt übrigens in diesem Jahr in die Buchhandlung, wer Frankreich und gutes Essen, aber auch Ostdeutschland und die Ossis (ja, gibt es solche denn?!?) mag, der sollte es dringend kaufen, ohne lange zu zögern. Es ist wirklich sehr, sehr lustig. Nicht so, wie viele andere die behaupten, lustig zu sein. Es ist wirklich lustig und heißt: „Amuse Gueule ist kein Dorf in Sachsen.“ Hier könnt ihr das geniale Werk vorbestellen:

Tschüss Spotify

Wir haben unsere Songs jetzt für Streamingdienste abgemeldet und boykottieren Spotify und Co. auch privat. Es kann nicht sein, dass die Musiker leer ausgehen und sich die Geschäftsführer und Aktionäre die Taschen voll machen. Spotify zahlt derzeit 0,0003 Cent pro Stream. Da bräuchte man 10.000 Streams, um sich für 3 Euro einen Döner zu kaufen. Bei 10.000 Downloads bekommen die Künstler circa 4800,00 Euro ausbezahlt. Das ist schon ein winziger Unterschied und wir würden gerne demnächst mal wieder eine Platte aufnehmen, ohne vorher dafür bei Reichelt die Regale aufzufüllen. Zudem haben wir bemerkt, dass die Streams auf Kosten der Downloads gehen. Wir hoffen, dass unsere Hörer das nachvollziehen können und sich unsere Songs bei ITunes, Amazon oder Musicload runterladen.

Was wir so tun

Zunächst einmal haben wir unsere beiden Auftritte in diesem Monat sehr genossen. Im Frittiersalon in Friedrichshain tanzten die Kinder zu unserer Musik. Und die Kleinen haben ihr Taschengeld sogar für unsere CD verbraten. Da tun sich völlig neue Zielgruppen auf. Im Sonntags-Club war es mal wieder ein Heimspiel. Viele unserer Freundinnen kamen und haben uns unterstützt, einige Jungs haben geweint, weil sie nicht kommen durften. (Frauenabend)
Und nebenbei beschäftigen wir uns mit der Promo-Arbeit und schicken unser neues Album in die Schweiz und nach Amerika und natürlich an deutsche Freunde und Unterstützer in den Medien und im Radio, in der Hoffnung, dass die ein oder andere Rezension oder ein Radioplay dabei rausspringt.